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Shiatsu und Sport — Shiatsu und Bewegung

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Shiatsu

Shi·atsu (指圧, し・あつ) ist der japanische Name für Akupressur und bedeutet so viel wie Finger (指, shi) und Druck (圧, atsu). Es werden Akupressur, Faszienarbeit, Dehnungstechniken und Mobilisationen verknüpft, um für freien Energiefluss in den Meridianen zu sorgen. In der TCM bezeichnet man diese Energie als Qi, in der traditionellen japanischen Medizin (TJM) als Ki (気, き). Der materielle Aspekt, der durch die Meridiane fließt, wird als Blut (TCM: Xue, TJM: Ketsu (血, けつ)) bezeichnet. Dieses Blut ist nicht mit dem Blut identisch, das wir aus der westlichen Medizin kennen, wenn es auch Parallelen gibt.[1]

Am Anfang einer Shiatsubehandlung wird der Mensch nach den Gesichtspunkten der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) betrachtet. Ungleichgewichte, wie Fülle und Leere, Kälte und Hitze, Stagnationen von Energie oder Blut, werden aufgespürt und ausgeglichen. Dadurch werden die Selbstregulationsmechanismen des Menschen angeregt.

Woraus hat sich Shiatsu entwickelt ?

In Asien spielte die manuelle Therapie immer eine wesentliche Rolle in der Medizin. Unterschiedliche Kulturen Asiens brachten verschiedene Formen der manuellen Therapie hervor, die einander wiederum beeinflussten. 4000 v. Chr. entstand der Ayurveda, in welchem die Massage eine besonders wichtige Rolle spielte, weil sie den Fluss der Lebensenergie verbessern kann. Es gibt einige Studien, die die Wirksamkeit der Akupressur bei verschiedenen Krankheiten belegen, darunter sei der Erfolg bei chronischen Rückenschmerzen erwähnt.[2] Weiters wurden, bevor ein Arzt konsultiert wurde, erst Wege wie Yoga, Diät und Lebensstiländerung beschritten. Der Ayurveda beeinflusste die Entwicklung der TCM und die Traditionelle Tibetische Medizin (TTM). In der TCM entwickelte sich die Tuina als manipulative Therapieform, über welche erstmals im 14. Jahrhundert Aufzeichnungen existieren. Tui steht dabei für schieben und na für greifen oder kneten. Techniken des Tuina umfassen weiters Akupressur, Vibrieren, Zirkeln, Reiben, Kreisen, Klopfen und Drücken. Am Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Shiatsu aus der traditionellen japanischen Massage und Elementen westlicher Methoden.

Quellen :

[1] I. Reichl. Sportverletzungen und Dysfunktionen des Bewegungsapparates aus der Sicht der Traditionellen Japanischen und Chinesischen Medizin, Shiatsu-Abschlussarbeit (2017).
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[2] Silke Jahr und Anett Reißhauer, Klassische und asiatische Massage — eine Literaturübersicht zu Techniken und Wirkungen, Kongressbericht (06sportmed1): Sportmedizinische Aspekte zu Fitness und Wellness, Gerd Hoffmann and Ingeborg Siegfried, Düsseldorf, German Medical Science (GMS) Publishing House, 2010, 16—19.

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